Tierschutz zu Weihnachten

Die weihnachtliche Dekoration hängt, der Adventskranz leuchtet schon, Kekse duften im Backofen und so langsam wird das Weihnachtsessen geplant. Einige schwören auf Kartoffelsalat mit Würsten, bei anderen soll etwas ganz Besonderes auf den Tisch. Lachs, Gans, Ente, Rind, Schwein oder Reh – bei viele Familien stehen Tiere auf dem Speiseplan.

Der eigene Hund bekommt ein neues Körbchen, die Katze wird mit Leckerlies verwöhnt, aber das kleine Lamm oder Kalb kommt auf den Teller – für Tierschützer immer wieder eine ganz besonders schwere Zeit.

„Bei den Geschenken für die Familie werden Wünsche erfüllt – der Outdoorgrill für 700 Euro, das Smartphone für 500 Euro, die goldenen Ohrringe für 300 Euro. Man gönnt sich ja sonst nichts und das Jahr war schon schwer genug“, beginnt Dieter Ruhnke, Vorstandsvorsitzender vom Landestierschutzverband und er fährt fort: „Beim Weihnachtsmenü wird sich dann wenig Gedanken gemacht, woher die Gans oder Ente kommt. Auch wie die Tiere gelebt haben, transportiert und geschlachtet wurden und welches unermessliche Leid diesen Tieren wieder fahren ist, will niemand wissen. Und günstig muss der Einkauf sein. Tier- und Unweltgerecht steht häufig nicht im Blickpunkt. Erinnern wir uns daran, wo der Coronavirus seinen Ursprung hatte.”

Dabei lässt die vegetarische/vegane Küche keine Wünsche offen. Es gibt sehr viele Weihnachtsmenüs ohne Tierleid und mit einem leckerem Geschmackserlebnis. „Wir haben ein veganes 3-Gänge-Menü vorbereitet und senden sehr gern das Rezept zu. Bestellungen einfach per Email info@tierschutzniedersachsen.de

Möchte man auf das tierische Essen nicht verzichten, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Orientiere Sie sich an den Haltungsformen, die durch die Label gekennzeichnet sind.
  • Legen Sie Wert auf tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung. Das gilt auch insbesondere für den Kauf von Fisch und denken Sie auch an die Eier und die Milch.
  • Kaufen Sie kein Fleisch ohne Kennzeichnung und auch nicht von den Haltungsformen, die mit 1 oder 2 gekennzeichnet sind.
  • Kaufen Sie insbesondere Enten und Gänse nur aus Deutschland! Achten sie auf Freiland bzw. bäuerliche Freilandhaltung
  • Finger weg von Fleisch mit der Kennzeichnung „Aus Fettleber-Produktion”. Diese Tiere sind gestopft worden.
  • Kaufen Sie Fleischprodukte, bei dem unter „Geboren in/Gemästet in/Geschlachtet in …” ein und dasselbe Land angegeben ist (Beispiel: D/D/D für Deutschland).