Auszeichnung für junge Tierschützer: Deutscher Tierschutzbund verleiht Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis

Der Deutsche Tierschutzbund hat am Wochenende drei Kinder- und Jugendtierschutzprojekte mit dem Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis ausgezeichnet. Die Gewinner machen sich gegen illegalen Welpenhandel, für die Kastration von Bauernhofkatzen und für den Amphibienschutz stark. Der Preis wird alle zwei Jahre in Gedenken an den „Gründungsvater“ der Akademie für Tierschutz vergeben und will Kinder und Jugendliche für den Tierschutz begeistern. Die diesjährige Verleihung fand im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes in Potsdam statt.

„Es ist toll zu sehen, wie sich die jungen Leute kontinuierlich für den Tierschutz engagieren, welchen Mut sie bei ihren Aktionen aufbringen und wie viel Leidenschaft sie in ihre Projekte stecken“, sagt Irmina Theuß, Kinder- und Jugendreferentin beim Deutschen Tierschutzbund. Damit konnten die diesjährigen Gewinner aus Bremen, Lampertheim und Wittmar auch die Jury überzeugen. Das Preisgeld von insgesamt 2.500 Euro soll den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre Tierschutzarbeit und –projekte auch in Zukunft erfolgreich weiterzuführen.

Gruppen-Projekte zu Welpenhandel und Katzenkastration

Gewinner unter den Gruppen wurde die Bremer Tierschutzjugend mit einem Projekt zum illegalen Welpenhandel. Die Jugendlichen beschäftigten sich nicht nur inhaltlich mit dem Thema, sondern deckten selbst Verstöße von Welpenhändlern auf, die vom Veterinäramt geahndet wurden. Ebenso kontinuierlich engagiert sich die Bremer Tierschutzjugend – mit Aktionen, Videos und Aufklärungsarbeit – für andere aktuelle Tierschutz-Themen. Den zweiten Platz unter den Gruppen belegte die Jugendgruppe des Tierschutzvereins Lampertheim. Aufgrund der ländlichen Lage lag ihr Schwerpunkt auf Kastrationsaktionen für Bauernhofkatzen. Im Rahmen einer Aufklärungsaktion informierten die Jugendlichen Landwirte darüber, welche Folgen die unkontrollierte Vermehrung für die Katzen hat. Gemeinsam mit den Landwirten fingen sie die ersten Tiere für die Kastrationen. Diese konnten sie durch den Verkauf von selbst gebasteltem Tierspielzeug mit finanzieren.

Einzelpreis geht an Amphibienschützerin

Erstmals konnten sich in diesem Jahr auch Einzelpersonen für den Preis bewerben. Katharina Onkes machte in dieser Kategorie das Rennen. Die 14-Jährige ist seit vielen Jahre Mitglied in der Amphibienschutzgruppe in Wittmar an der Asse (Niedersachsen), die sie seit 2015 mit leitet. Während der Amphibienwanderungen sammelt die Gruppe jedes Frühjahr tausende Erdkröten, Molche und Frösche und bringt sie sicher zu ihren Laichgewässern. Katharina Onkes hat sich zudem wissenschaftlich mit den Wanderungen befasst, beispielsweise damit, wie die Überquerung der Straßen abläuft. Ihre Verbesserungsvorschläge für den Amphibienschutz in Wittmar wurden größtenteils bereits erfolgreich umgesetzt.

Bildunterschrift: Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (links) und Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes (rechts) mit den Gewinnern des Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreises in Potsdam Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Bildunterschrift: Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (links) und Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes (rechts) mit den Gewinnern des Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreises in Potsdam
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