Zum Tag der Abschaffung von Tierversuchen

Anstatt weiter auf Forschungsmethoden im Tierversuch zu setzen, ist die Zeit längst überfällig die alternativen Forschungsvorhaben ohne Tierversuche auszubauen.

Statt Tierversuche zu reduzieren, werden weiterhin Gelder, auch öffentliche Gelder, in hohen zweistelligen Millionenbeträgen unter anderem an Universitäten und weiteren Forschungseinrichtungen verteilt . Tierversuchfreie Forschungen erhalten weit weniger Forschungsgelder und können so ihre Forschungskakapzitäten nicht ausbauen und erreichen dadurch nicht ansatzweise die Kapazitäten der Forschungseinrichtungen, die auf Tierversuche setzen.  In der tierversuchsfreien Forschung verliert  Deutschland den Anschluss.

Sogar die USA hat in diesem Jahr bekanntgegeben, über 150 Millionen Dollar für die Entwicklung und Skalierung tierfreier Forschungsmethoden bereit zu stellen. Diese sollen die menschliche Biologie besser simulieren und die Abhängigkeit von Tiermodellen verringern.

Die Bundesregierung ignoriert Reduktionsstrategie für Tierversuche. Somit ist zu erklären, dass man derzeit in der Bundesregierung an einem eigenständigen Gesetz für „wissenschaftliche Tierversuche“ arbeitet. Dessen Hauptziel ist es, die sogenannten Versuchstiere aus dem Tierschutzgesetz herauszulösen.

Es ist zu befürchten, dass Tierversuchstiere ihren durch das Tierschutzgesetz eingeräumten Individualschutz verlieren.  Dann haben wir Tiere dritter Klasse, dies gilt es zu verhindern

Bildnachweis: Nager gehören immer noch zu den am häufigsten genutzten VersuchstierenCopyright: Deutscher Tierschutzbund e. V.