Die Osterzeit ist für die meisten Menschen mit dem Erwachen der Natur, heller werdenden Tagen und mit dem Beginn neuen Lebens verbunden. In der christlichen Religion ist Jesus Christus sinnbildlich das Lamm Gottes, welcher geopfert wurde. Das Lamm war jedoch bereits vor der Zeit des Christentums als Opfertier beliebt, um die damals heidnischen Götter friedlich zu stimmen. Für uns steht das Lamm heute für Reinheit und Frieden.
Und dennoch kehrt zu Ostern mit Millionen Lamm- oder Kaninchenbraten in niedersächsischen Backöfen der Tod in deutsche Haushalte ein: das in seine Einzelteile zerlegte Lamm wird auf dem mittäglichen Ostersonntagsteller als anonymes Stück Fleisch und nicht mehr als ein Tierkind wahrgenommen, das nach nur als zwei bis sechs Monate Leben den Schlachttod gestorben ist. Vielleicht probieren Sie in diesem Jahr ein „Schnelles Pilzfrikassee“ mit Kapern, aber ohne Huhn.
Auch das Ei hat Symbolkraft – ist es doch in vielen Kulturen ein Symbol neuen Lebens, der Fruchtbarkeit und der Wiedergeburt
Das österliche Eier verstecken und suchen im Garten ist geliebte Tradition und bereitet besonders den Kindern große Freude. Doch aus welcher Haltungsform die Eier stammen, die bunt und mit vielen lustigen Motiven versehen auf dem Ostertisch stehen, darüber werden sich oft keine Gedanken gemacht. Vielleicht können Sie für die Kinder in diesem Jahr andere Dinge zum Suchen verstecken. Ein großer Spaß für die ganze Familie – ohne Tierleid.
Bildnachweis: Bilder wurden durch den Verein Rettet das Huhn e.V. zur Verfügung gestellt