Landtag Hannover: Kundgebung und Appell zur Umsetzung der Katzenschutzverordnung

Am 4. März 2026 gehen wir gemeinsam mit VIER PFOTEN vor den Niedersächsischen Landtag.

Der Landtag hat die Einführung einer landesweiten Katzenschutzverordnung beschlossen – doch die Umsetzung bleibt weiterhin aus.

Aus Sicht des Tierschutzes entsteht zunehmend der Eindruck, dass insbesondere die kommunalen Spitzenverbände die dringend notwendige Regelung blockieren oder verzögern. Leidtragende sind tausende freilebende Katzen in Niedersachsen.

Ort: Niedersächsischer Landtag, Hannover

Datum: Mittwoch, 4. März 2026

Gemeinsam mit weiteren Tierschutzorganisationen fordern wir:

➡️ Umsetzung des Landtagsbeschlusses

➡️ Verantwortung der Landesregierung

➡️ Endlich wirksamen Schutz für Katzen

Kommt vorbei, zeigt Präsenz und setzt mit uns ein sichtbares Zeichen für den Katzenschutz! 💪🐱

#KatzenschutzJetzt#Katzenschutzverordnung#TierschutzNiedersachsen#LandtagNiedersachsen

HIntergrund:

Am 21.06.2023 hat der Niedersächsische Landtag einstimmig beschlossen, eine landesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen im Rahmen einer Katzenschutzverordnung einzuführen.
Bis heute warten Tierschützer:innen und Tierschutzvereine vergebens auf die Einführung dieser Verordnung.
Bezugnehmend auf die Marktdaten des Zentralverbandes der Heimtierbranche steigt die Zahl der in Privathaushalten gehaltenen Hauskatzen deutschlandweit und somit auch in Niedersachsen stetig an. Waren es im Jahr 1996 noch 5,3 Millionen Hauskatzen, sind es bis heute bereits 15,9 Millionen Hauskatzen. Parallel dazu hat sich das Aufkommen von Hauskatzen bei Tierschutzvereinen – und damit die Zahlen entlaufener, ausgesetzter und zurückgelassener Hauskatzen – vervielfacht.
Der unkontrollierte Freigang stellt die bevorzugte Haltungsform von Hauskatzen in Privathaushalten dar. Inzwischen geht man neben den Hauskatzen, die in menschlicher Obhut.

Durch die hohe Vermehrungsrate freilebender Hauskatzen, die in der Regel von Tierschutzvereinen wie auch Privatpersonen eingefangen und als Fundtiere in den Tierschutzvereinen abgegeben werden, entstehen den Kommunen im Rahmen der amtlichen Verwahrung von Fundtieren jährlich immense Kosten.
Die Katzenschutzverordnung richtet sich an die Halter von Hauskatzen, die ihren Tieren unkontrollierten Freigang gewähren und damit die Fortpflanzungskette freilebender Hauskatzen aufrechterhalten.
Mittelfristig kann durch die Einführung der Katzenschutzverordnung das zurzeit bestehende Elend der freilebenden Hauskatzen mit den damit verbundenen Gefahren und Störungen für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie die dadurch entstehenden Kosten für die zuständigen Behörden erheblich reduziert werden.

Aus den o. g. Gründen ist es uns unerklärlich, warum die Einführung dieser Verordnung auf sich warten lässt.
Wiederkehrenden Gerüchte zufolge soll die Einführung der Katzenschutzverordnung durch die Regierungspartei der SPD und die kommunalen Spitzenverbände blockiert werden, obwohl der überwiegende Anteil der Städte und Gemeinden die Einführung einer landesweiten Verordnung begrüßen und dies sogar im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.

So sehen wir uns als Tierschutzorganisation veranlasst, mobil zu machen und mit Nachdruck auf die Einhaltung der Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag und an die Erfüllung des Auftrages des Parlamentes zur Einführung dieser Verordnung zu erinnern.
Wir wollen uns auf die Politik verlassen können!