Expertennetzwerk fordert bundeseinheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht

Notwendig, machbar, kostengünstig

Warum eine bundesweit einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Heimtiere unerlässlich ist, haben die Experten des Netzwerks „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ gestern im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin erläutert. Nach der Eröffnungsrede des saarländischen Umweltministers Reinhold Jost, der das Anliegen des Netzwerks unterstützt, appellierten die Experten an die anwesenden Abgeordneten des Deutschen Bundestages, endlich die Notwendigkeit einer solchen Regelung zu erkennen. Anschließend präsentierten sie einen konzeptionellen Vorschlag zur Umsetzung.

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Kritik an geklonten Affen

Versuche sind aus ethischer Sicht abzulehnen

 Chinesische Forscher sollen erstmals Affen geklont haben. Der Deutsche Tierschutzbund zeigt sich entsetzt über diesen vermeintlichen „Erfolg“ der Wissenschaft. Aus Sicht der Tierschützer wird völlig außer Acht gelassen, dass das Klonen sowohl für die Muttertiere als auch für die geklonten Tiere selbst mit Leiden verbunden ist. Oft schlagen hunderte von Versuchen fehl, bis ein Klontier überhaupt geboren wird. Über das Forschungsprojekt an Javaneraffen berichtete gestern die Zeitung „Die Welt“– mit Verweis auf die Fachzeitschrift „Cell“.

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5 JAHRE TIERSCHUTZLABEL „FÜR MEHR TIERSCHUTZ“

Das Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes ist seit fünf Jahren auf dem Markt. Insgesamt halten heute über 200 Betriebe ihre Tiere – Mastschweine, Masthühner, Legehennen und Milchkühe – unter den Kriterien des Tierschutzlabels. Entsprechende Produkte sind bei mittlerweile 19 Handelsunternehmen – teils bundesweit und teils in immer größeren Regionen – zu finden. Trotz bestehender Herausforderungen, etwa im Hinblick auf Markt- und Strukturfragen, entwickelt sich das Labelprogramm sehr positiv und wächst stetig. Weiterlesen ›

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GRAUMULLE LEIDEN FÜR FRAGWÜRDIGE FORSCHUNG

TIerversuche an der Universität Duisburg-Essen:

Der Deutsche Tierschutzbund und der Tierschutzverein Groß-Essen üben scharfe Kritik an Tierversuchen, welche die Universität Duisburg-Essen an Graumullen durchführt. Wie aus Projektzusammenfassungen hervorgeht, entfernen die Forscher den Tieren die Augen bzw. durchtrennen einen Sehnerv. Danach folgen Verhaltensversuche mit den verstümmelten Mullen. Diese grausamen Praktiken sind weder mit Tier- und Artenschutz vereinbar, noch haben sie einen erkennbaren Nutzen. Die Tierschützer sind morgen – anlässlich des zweiten Jahrestags der Eröffnung des „Mullariums“, in dem die Mulle gehalten werden – in Essen, um die Bevölkerung über die fragwürdigen Tierversuche an der Universität zu informieren.

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Frohes neues Jahr 2018

Ein Jahr liegt hinter uns, in dem uns – stärker vielleicht als sonst – das Gefühl der Veränderung erfasst hat, da sich die politische Situation für den Tierschutz in Niedersachsen grundsätzlich geändert hat. Wie sich der Tierschutz unter der neuen Landesregierung entwickeln wird, und welche Auswirkungen dies für unsere Tierschutzvereine hat, ist derzeit noch nicht abzusehen. Fakt ist: Es wird auch zukünftig nicht einfacher werden, dem Staatsziel Tierschutz weiter Geltung zu verschaffen

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KOSTENLOSE KASTRATION VON KATZEN SOLL TIERLEID LINDERN

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Gemeinsam mit der Tierärztekammer, dem Bund praktizierender Tierärzte und dem Deutschen Tierschutzbund Landesverband Niedersachsen e.V., FINDEFIX – dem Haustierregister des Deutschen Tiereschutzbundes e.V. und der Tierschutzorganisation TASSO e.V. hat die Landestierschutzbeauftragte ein Bündnis initiiert, das zu der Aktion aufruft und diese finanziell unterstützt. Die Kastrationsaktion läuft vom 15. Januar bis 15. März 2018. In dieser Zeit können Tierschutzvereine, Tierheime und Betreuer von kontrollierten Katzenfutterstellen freilebende Hauskatzen, denen kein Besitzer und keine Halterin zugeordnet werden kann, kostenlos von einer Tierärztin oder einem Tierarzt kastrieren lassen. Anschließend werden die Katzen per Mikrochip gekennzeichnet und im Haustierregister registriert. Die Tierarztpraxen bekommen die Kosten auf Antrag erstattet. Weiterlesen ›

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Qualvolle Tiertransporte und Schlachtung in EU-Drittländern

Reaktion auf den ZDF „37 Grad“-Beitrag

Qualvolle Tiertransporte und Schlachtung in EU-Drittländern

22.11.2017

Bei ihrem Weg aus der EU in Drittländer sind Tiere qualvoll lange und oft unter tierschutzwidrigen Bedingungen unterwegs. Bei der Verladung, dem Transport und schließlich der Schlachtung erleiden sie extreme Qualen. Das zeigen neue erschreckende Bilder, die das ZDF gestern in einem „37 Grad“-Beitrag zeigte. Tierschutzstandards in den Drittländern liegen, falls sie überhaupt existieren, hinter denen der EU zurück. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher die Bundesregierung und alle EU-Staaten auf, sich des Problems anzunehmen. Der Verband selbst hatte bereits mehrfach in den letzten Jahren durch Recherchen das Leid von Rindern, Schafen, aber auch Pferden und anderen Tieren in Transporten dokumentiert.

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CETA tritt vorläufig in Kraft: Deutscher Tierschutzbund erneuert Kritik

Am 21. September 2017 tritt das Freihandelsabkommen CETA vorläufig in Kraft. Der größte Teil des Abkommens zwischen Kanada und der Europäischen Union findet damit Anwendung. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass der Tierschutz bei CETA kaum Berücksichtigung findet. Der Verband fordert, dass Freihandelszonen immer auch Tierschutzzonen sein müssen.

 

„CETA enthält so gut wie keine Tierschutzregelungen. Auch bei der Regierungsmehrheit im Bundestag gab es bislang nur wenig Bereitschaft, sich mit den Folgen für den Tierschutz zu befassen“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wer auch immer bei der Bundestagswahl die Mehrheit erlangt, muss dafür sorgen, dass der Tierschutz nun wenigstens beim Vollzug des Abkommens bestmöglich berücksichtigt wird. In Zukunft müssen Freihandelszonen immer auch Tierschutzzonen sein.“

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Deutscher Tierschutzbund verleiht „TiBu“ in Potsdam

Der Deutsche Tierschutzbund zeichnet heute drei Preisträger mit dem „TiBu“ aus. Der Preis ehrt Menschen oder Institutionen, die mit ihrem Wirken den Wertewandel in unserer Gesellschaft – zu einem Mehr an Tierschutz – voranbringen. Die diesjährigen Preisträger sind Sängerin Stefanie Hertel, Autor und Journalist Manfred Karremann sowie der Leiter der ZDF-Redaktion Kirche und Leben ev., Dr. Reinold Hartmann, der u.a. auch für die Themen der Reihe „37 Grad“ verantwortlich ist. Der TiBu wird jährlich in verschiedenen Kategorien vergeben. Die Verleihung findet in diesem Jahr am Vorabend der Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes in Potsdam statt.

 „Dass der Tierschutz in den letzten Jahren an Stellenwert in unserer Gesellschaft und in der konkreten politischen Debatte gewonnen hat, ist ein Verdienst Vieler“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Neben unserem Engagement ist es auch zahlreichen Begleitern zu verdanken, die mit ihrer Arbeit, ihren Auftritten oder ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, dass der Tierschutzgedanke sich im öffentlichen Bewusstsein manifestiert hat. Diesen individuellen Beitrag zum Wertewandel soll der TiBu anerkennen.“ Die drei Preisträger kommen 2017 aus den Kategorien „Prominent“, „Investigative Recherche“ und „Dokumentation“.

Die Preisträger 2017:

 Kategorie Prominent: Stefanie Hertel

Bei öffentlichen Auftritten ebenso wie im Stillen nutzt Stefanie Hertel jede Gelegenheit, um Menschen für den Tierschutz zu sensibilisieren. Sie wirbt dafür, auf Tiere zu achten, die Tiere zu achten – sei es bei der Ernährung oder durch den Verzicht auf Echtpelz. In ihrer Funktion als Botschafterin des Deutschen Tierschutzbundes besucht die Sängerin seit Jahren regelmäßig Tierheime, steht für Benefiz-Veranstaltungen zur Verfügung, sitzt in der Jury des Deutschen Tierschutzpreises und ist Laudatorin bei seiner Verleihung. Weiterhin ist sie als Patin des Deutschen Haustierregisters des Deutschen Tierschutzbundes aktiv. „Stefanie Hertel setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Mitgeschöpfe ein – ohne Starallüren und ohne auf den eigenen PR-Zweck zu achten“, kommentiert Schröder.

 Kategorie Investigative Recherche: Manfred Karremannn

Mit seinen kritischen Filmen, von denen viele beim ZDF in der Reihe „37 Grad“ ausgestrahlt wurden, hat Manfred Karremann seit 1988 den Tierschutz in die Öffentlichkeit gebracht und eine nicht mehr anzuhaltende Debatte über Tierschutz und Tierrechte mit angestoßen. 1996 und erneut 2005 dokumentierte er, begleitet vom damaligen Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, die unzumutbaren Zustände bei der Verladung von Rindern und deren Transport in den Libanon. „Was tun wir Tieren jeden Tag an, wenn wir uns das noch nicht einmal zehn Minuten im Fernsehen ansehen können?“, sagt Karremann, dessen Bilder der Rindertransporte einen Sturm der Entrüstung auslösten und letztlich dazu führten, dass die Subventionen für den Export von Schlachtrindern in Länder außerhalb der EU eingestellt wurden. In weiteren gemeinsamen Projekten mit dem Deutschen Tierschutzbund dokumentierte Karremann u.a. den Weg der Affen vom Dschungel auf Mauritius in deutsche Tierversuchslabore oder den Transport von Schlachtpferden von Litauen bis nach Sardinien. Bis heute nehmen die Tierschutz-Themen eine wichtige Stellung in seiner Arbeit als Autor und investigativer Journalist ein.

 Kategorie Dokumentation: Dr. Reinold Hartmann

Als Leiter der Redaktion Kirche und Leben ev. beim ZDF ist Dr. Reinold Hartmann auch für das Format „37 Grad“ zuständig. Unter anderem ihm ist es zu verdanken, dass in der seit 1994 ausgestrahlten Reihe auch immer wieder Tierschutzthemen ihren Platz finden. „Bei vielen unserer Dokumentationen geht es darum, die Mechanik der Massenproduktion von Fleisch und Tierprodukten zu verstehen“, sagt Hartmann. „Und gleichzeitig begegnet der Zuschauer Tieren wirklich: Lebewesen, die soziale und seelische Bedürfnisse haben. Mitunter sind dabei verstörende Bilder entstanden. Aber – das ist die gute Nachricht – sehr viele Zuschauer muten sich diese Begegnung zu. In einer Zeit, in der die Massenproduktion nicht ab-, sondern zunimmt, ist es die Aufgabe des Massenmediums Fernsehen die wichtige Frage stellen: Nach welchen Werten wollen wir leben?“ Reportagen der Reihe „37 Grad“ stellen diese Frage und erreichen damit eine breite Bevölkerungsgruppe.

 

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Deutscher Tierschutzbund übergibt 31 Tierhilfewagen an Mitgliedsvereine

Der Deutsche Tierschutzbund hat heute im brandenburgischen Linthe die ersten 31 von insgesamt 80 Tierhilfewagen in diesem Jahr an Mitgliedsvereine aus ganz Deutschland übergeben. Zum Einsatz kommen sollen die neuen Fahrzeuge der Marke Opel Combo für Tierrettungen, tägliche Fahrten zum Tierarzt, den obligatorischen Transport von Futtermitteln und allem anderen, was die Tierheime tagtäglich benötigen. Die Autos sind mit auffälligen Motiven bedruckt: auf der einen Seite mit einem Motiv des Haustierregisters des Deutschen Tierschutzbundes und auf der anderen Seite mit einem Katzenmotiv mit Spendenaufruf.

 „Mein Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, mit deren Unterstützung wir die Arbeit der Tierheime nun erleichtern können“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Obwohl die Wagen zur notwendigen Grundausstattung gehören, können viele Tierheime die Anschaffungskosten kaum noch tragen, weil ihre Rücklagen aufgebraucht sind und die Kommunen zu wenig unterstützen.“ Aus diesem Grund hatte der Dachverband der deutschen Tierschutzvereine und Tierheime bereits im letzten Jahr 54 Wagen an Mitgliedsvereine übergeben. Die Übergabe der ersten 31 von weiteren insgesamt 80 Wagen fand heute im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes statt.

Einsatz für den praktischen Tierschutz

Übergabe der Tierhilfewagen in Linthe. V.l.n.r.: Renate Seidel (Deutscher Tierschutzbund), Dr. Brigitte Rusche (Deutscher Tierschutzbund), Bernd Rosenthal (Opel), Thomas Schröder (Deutscher Tierschutzbund), Angela Hechler (Opel), Sabrina Alabowitz (Opel), Jürgen Plinz (Deutscher Tierschutzbund)  Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Übergabe der Tierhilfewagen in Linthe. V.l.n.r.: Renate Seidel (Deutscher Tierschutzbund), Dr. Brigitte Rusche (Deutscher Tierschutzbund), Bernd Rosenthal (Opel), Thomas Schröder (Deutscher Tierschutzbund), Angela Hechler (Opel), Sabrina Alabowitz (Opel), Jürgen Plinz (Deutscher Tierschutzbund)
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Die Tierhilfewagen sind mithilfe der Fachexpertise des Deutschen Tierschutzbundes speziell für den Transport von lebenden Tieren ausgestattet. So sorgen Klimaanlage und Entlüftung für angenehme Temperaturen und Luft bei jeder Wetterlage – auch im geräumigen Ladebereich, wo die Tiere untergebracht sind. Die Installation eines Trenngitters gewährleistet die verkehrsrechtlichen Auflagen für einen gesicherten Transport, gleichzeitig erlaubt es dem Fahrer den Laderaum jederzeit einzusehen. Die blickdichten Seitenfenster des Ladebereichs minimieren die optischen Reize für die Tiere während der Fahrt und senken somit den Stresspegel. Als weitere Unterstützung absolvierten die Vereine bei der Übergabe ein Fahrsicherheitstraining und eine Theorieschulung zur Sicherung der Tiere auf dem ADAC-Trainingsgelände in Linthe.

 

 

 

 

 

 

Mars Petcare spendet zusätzliche Futterpaletten

 Thomas Schröder (Deutscher Tierschutzbund) und Kristina Richter (Mars Petcare) bei der Übergabe von zusätzlichen Futterspenden.  Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Thomas Schröder (Deutscher Tierschutzbund) und Kristina Richter (Mars Petcare) bei der Übergabe von zusätzlichen Futterspenden.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Damit die Tierhilfewagen nicht ohne „Geschenk“ für die Tiere zu den Tierschutzvereinen zurückkehren, spendet der Futtermittelhersteller Mars Petcare jedem der 31 Vereine eine Palette Futter der Marke Whiskas bzw. Pedigree für die Katzen und Hunde im Tierheim. „Wir freuen uns sehr, dass die Futtermarken an unserer Seite sind und die Tierschutzvereine tatkräftig unterstützen“, sagt Schröder.

 

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Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes verabschiedet drei Resolutionen

Mit einer Resolution fordert die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes, dass die Bundestagswahl am 24. September der Startpunkt sein muss, um den politischen Tierschutz in Deutschland deutlich voranzubringen. Ebenso fordern die Tierschützer die Kommunen und ihre Spitzenverbände sowie die Bundes- und Länderregierungen auf, die Kosten, die Tierheimen bei der Übernahme kommunaler Pflichtaufgaben entstehen, kostendeckend zu erstatten. In einer dritten Resolution bekundet die Mitgliederversammlung ihre Solidarität mit den Tierschutzvereinen und Tierheimen in Mecklenburg-Vorpommern, die von einer drohenden Förderungskürzung durch die Landesregierung betroffen sind. Die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes fand am vergangenen Wochenende in Potsdam statt.

Unter dem Motto „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl“ haben der Dachverband und seine mehr als 740 Mitgliedsvereine auf der diesjährigen Mitgliederversammlung deutlich gemacht, dass der Tierschutz dringender Nachbesserungen bedarf. „Obwohl der Tierschutz vor 15 Jahren als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen wurde, ist die Kluft zwischen Verfassungsanspruch und der Tierschutzrealität nach wie vor eklatant“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir fordern die demokratischen Parteien, insbesondere diejenigen, die bei der Bundestagswahl am 24. September die Regierungsmehrheit erhalten, auf, in der kommenden Legislaturperiode dem Tierschutz einen höheren Stellenwert einzuräumen.“ Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören für die Tierschützer eine grundlegende, staatszielkonforme Neufassung des Tierschutzgesetzes, die Einführung einer bundeseinheitlichen Tierschutz-Verbandsklage, die Erstellung und Umsetzung einer konkreten Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen, ein Verbot von Wildtieren im Zirkus, die Entwicklung einer nationalen Nutztierstrategie, inklusive eines staatlichen Labels und einer auf Tierschutz ausgerichteten Förderpolitik, sowie eine umfassende Finanzierung und Zukunftssicherung der Tierheime.

Resolution zur Finanzierung und Zukunft der Tierheime

Viele Tierheime sind in ihrer Existenz bedroht, weil die öffentliche Hand nicht ihrer Verpflichtung nachkommt, die in ihrem Auftrag erbrachten Leistungen angemessen zu erstatten. In den vergangenen Jahren sind jegliche Versuche, allgemeinverbindliche und auskömmliche Standards der Tierheimfinanzierung auszuhandeln, an der Verweigerungshaltung der kommunalen Spitzenverbände gescheitert. Im Ergebnis müssen die Tierschutzvereine weiterhin mühsame Verhandlungen mit jeder einzelnen Kommune führen, um eine ansatzweise kostendeckende Übernahme der für die Unterbringung von Fundtieren entstandenen Kosten zu erreichen. „Die Tierschützer in Deutschland werden es nicht länger hinnehmen, dass sich die kommunalen Spitzenverbände, Bund und Länder ihrer Verantwortung entziehen und die Institution der Tierschutzvereine als gegeben ansehen“, sagt Schröder. „Die Verantwortlichen verlassen sich derzeit zu sehr darauf, dass der karitative Tierschutz in Deutschland auch zukünftig durch ehrenamtliches Engagement, Leidenschaft und die Spenden seiner Unterstützer aufrechterhalten wird.“ In einer Resolution fordert die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes die Kommunen und ihre Spitzenverbände sowie die Bundes- und Länderregierrungen auf, sich endlich ihrer Verantwortung für den Tierschutz in Deutschland zu stellen.

Zustimmung zu den Resolutionen auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes in Potsdam.  Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Zustimmung zu den Resolutionen auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes in Potsdam.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Solidarität mit den Tierschützern in Mecklenburg-Vorpommern

Im Kampf gegen die drohende Kürzung der Tierheimförderung durch die Landesregierung, hat die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und seinen Mitgliedsvereinen ihre Solidarität zugesichert. Aus dem Entwurf des Doppelhaushaltes 2018/2019 geht hervor, dass die Förderung der Tierschutzvereine und Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern künftig neu aufgestellt werden soll: Die jährlichen Mittel für Katzenkastrationen in Höhe von 40.000 Euro fallen demnach ab 2018 komplett weg. Der Investitionstopf zur Förderung und zum Ausbau von Tierheimen soll künftig, neben Mitteln des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, zur Hälfte aus Mitteln der zuständigen Kommunen bereitgestellt werden. Da die Kommunen jedoch rechtlich nicht verpflichtet sind, ihren finanziellen Anteil zu leisten, besteht für die Tierschutzvereine keinerlei Rechtssicherheit, die andere Hälfte der Fördermittel auch zu erhalten. Die Mitgliederversammlung fordert die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und den zuständigen Minister Dr. Till Backhaus daher auf, die Fortführung der Tierheimförderung in Mecklenburg-Vorpommern unverzüglich und in voller Höhe zu garantieren. Zudem wenden sich die Tierschützer an alle anderen Landesregierungen, mit dem Appell, bestehende Förderprogramme zu erhalten bzw. – wo notwendig – zu erhöhen. Bundesländer, in denen noch keine Förderungen bestehen, sollten diese schnellstmöglich etablieren.

 

Hinweis an die Redaktionen:

Die drei Resolutionen in vollem Umfang finden Sie online unter www.tierschutzbund.de/organisation/struktur/mitgliederversammlung.

Mit der aktuellen Kampagne „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl“ stellt der Deutsche Tierschutzbund klar, dass die Bundestagswahl auch Richtungsentscheidungen in der Tierschutzpolitik mit sich bringt und appelliert an die Wählerinnen und Wähler, am 24. September für die Tiere zu stimmen. In der aktuellen Ausgabe seines Mitgliedermagazins DU UND DAS TIER macht der Verband den „Tierschutz-Check“ und konfrontiert die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien mit seinen Forderungen (www.duunddastier.de/ihr-kreuz-entscheidet). Mehr Informationen zur Kampagne unter www.tierschutzbund.de/bundestagswahl.

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Auszeichnung für junge Tierschützer: Deutscher Tierschutzbund verleiht Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis

Der Deutsche Tierschutzbund hat am Wochenende drei Kinder- und Jugendtierschutzprojekte mit dem Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis ausgezeichnet. Die Gewinner machen sich gegen illegalen Welpenhandel, für die Kastration von Bauernhofkatzen und für den Amphibienschutz stark. Der Preis wird alle zwei Jahre in Gedenken an den „Gründungsvater“ der Akademie für Tierschutz vergeben und will Kinder und Jugendliche für den Tierschutz begeistern. Die diesjährige Verleihung fand im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes in Potsdam statt.

„Es ist toll zu sehen, wie sich die jungen Leute kontinuierlich für den Tierschutz engagieren, welchen Mut sie bei ihren Aktionen aufbringen und wie viel Leidenschaft sie in ihre Projekte stecken“, sagt Irmina Theuß, Kinder- und Jugendreferentin beim Deutschen Tierschutzbund. Damit konnten die diesjährigen Gewinner aus Bremen, Lampertheim und Wittmar auch die Jury überzeugen. Das Preisgeld von insgesamt 2.500 Euro soll den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre Tierschutzarbeit und –projekte auch in Zukunft erfolgreich weiterzuführen.

Gruppen-Projekte zu Welpenhandel und Katzenkastration

Gewinner unter den Gruppen wurde die Bremer Tierschutzjugend mit einem Projekt zum illegalen Welpenhandel. Die Jugendlichen beschäftigten sich nicht nur inhaltlich mit dem Thema, sondern deckten selbst Verstöße von Welpenhändlern auf, die vom Veterinäramt geahndet wurden. Ebenso kontinuierlich engagiert sich die Bremer Tierschutzjugend – mit Aktionen, Videos und Aufklärungsarbeit – für andere aktuelle Tierschutz-Themen. Den zweiten Platz unter den Gruppen belegte die Jugendgruppe des Tierschutzvereins Lampertheim. Aufgrund der ländlichen Lage lag ihr Schwerpunkt auf Kastrationsaktionen für Bauernhofkatzen. Im Rahmen einer Aufklärungsaktion informierten die Jugendlichen Landwirte darüber, welche Folgen die unkontrollierte Vermehrung für die Katzen hat. Gemeinsam mit den Landwirten fingen sie die ersten Tiere für die Kastrationen. Diese konnten sie durch den Verkauf von selbst gebasteltem Tierspielzeug mit finanzieren.

Einzelpreis geht an Amphibienschützerin

Erstmals konnten sich in diesem Jahr auch Einzelpersonen für den Preis bewerben. Katharina Onkes machte in dieser Kategorie das Rennen. Die 14-Jährige ist seit vielen Jahre Mitglied in der Amphibienschutzgruppe in Wittmar an der Asse (Niedersachsen), die sie seit 2015 mit leitet. Während der Amphibienwanderungen sammelt die Gruppe jedes Frühjahr tausende Erdkröten, Molche und Frösche und bringt sie sicher zu ihren Laichgewässern. Katharina Onkes hat sich zudem wissenschaftlich mit den Wanderungen befasst, beispielsweise damit, wie die Überquerung der Straßen abläuft. Ihre Verbesserungsvorschläge für den Amphibienschutz in Wittmar wurden größtenteils bereits erfolgreich umgesetzt.

Bildunterschrift: Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (links) und Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes (rechts) mit den Gewinnern des Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreises in Potsdam Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Bildunterschrift: Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (links) und Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes (rechts) mit den Gewinnern des Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreises in Potsdam
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„FINDEFIX“ – Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes mit neuem Namen

Das „Deutsche Haustierregister“ des Deutschen Tierschutzbundes heißt ab sofort „FINDEFIX“. Auf der neu erstellten Website www.findefix.com kann man zukünftig Tiere registrieren, vermisst melden oder nach vermissten Tieren in der eigenen Umgebung suchen. Neben einem neuen Namen bietet FINDEFIX auch einen optimierten und erweiterten Service – nach wie vor kostenfrei. Das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes hilft seit mehr als 35 Jahren bei der Rückvermittlung von Haustieren. Damit ist es das älteste Angebot dieser Art in Deutschland und das einzige Register, das von einer gemeinnützigen Tierschutzorganisation geführt wird.

„Unser Ziel war es, Tierhaltern, Tierärzten und Tierheimen eine noch schnellere und einfachere Registrierung zu ermöglichen, damit möglichst viele Tiere erfasst und im Fall der Fälle zurück nach Hause vermittelt werden können“, erklärt Daniela Rohs, Leiterin des Haustierregisters beim Deutschen Tierschutzbund. „In enger Rücksprache mit den uns angeschlossenen Tierschutzvereinen und Tierheimen haben wir das Haustierregister überarbeitet – so entstand FINDEFIX, mit einem moderneren Auftritt und neuen nutzerfreundlichen Funktionen.“

Optimierte und neue Funktionen für Registrierung und Suche

Das neue Logo von FINDEFIX – dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes

Das neue Logo von FINDEFIX – dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes

Die Online-Registrierung auf www.findefix.com ist Dank eines neu gestalteten Formulars jetzt noch übersichtlicher und unkomplizierter. Tierhalter, die ihr Tier vermissen, können dies ab sofort nicht nur telefonisch oder über die Website melden, sondern online gleichzeitig auch eine Suchmeldung erstellen. Diese wird zusammen mit einem Foto des Tieres im Bereich „Gesucht/Gefunden“ auf der FINDEFIX-Website veröffentlicht. Wie schon zuvor lässt sich ein Suchplakat generieren, das man herunterladen und zum Verteilen ausdrucken kann. Neu ist, dass man dieses Suchplakat nun auch direkt online teilen kann – beispielsweise auf der eigenen Facebook-Seite. Komplett neu ist auch eine Online-Umkreissuche für vermisste Tiere: Der Tierhalter kann wählen, ob sein vermisst gemeldetes Tier zusätzlich in einer Google-Maps-Übersicht auf www.findefix.com zu sehen ist. Tierliebe Menschen, die ein scheinbar verloren gegangenes Tier beobachten oder finden, können mithilfe der Umkreissuche durch Eingabe der Postleitzahl sehen, welche Tiere im Umkreis von 10, 20 oder 30 Kilometern vermisst werden. Ebenfalls auf der Website gibt es einen neuen Bereich mit Tipps, etwa zu Tierspielzeug oder zur Zeckenprophylaxe, sowie Neuigkeiten rund um das Thema Haustiere.

 

Über FINDEFIX

Jedes Jahr verschwinden tausende Haustiere. FINDEFIX, das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, hilft dabei, viele von ihnen schnell wieder nach Hause zu bringen. Denn Tiere, die bei FINDEFIX registriert sind, können einfach identifiziert und zu ihrer Familie zurückgebracht werden. Dabei engagiert sich FINDEFIX völlig kostenfrei. Das Team von FINDEFIX fragt unter anderem auch andere Register und dem Deutschen Tierschutzbund angegliederte Vereine ab, um ein als vermisst gemeldetes Tier ausfindig zu machen. Auch im Urlaub schützt FINDEFIX registrierte Tiere durch den Austausch mit Datenbanken weltweit.

Um ein Tier bei FINDEFIX eintragen zu können, muss es unverwechselbar gekennzeichnet sein. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt die Kennzeichnung durch einen winzigen Transponder unter der Haut, der in jeder tierärztlichen Praxis schnell eingesetzt werden kann.

Nach der Kennzeichnung kann jeder Tierhalter sein Tier bei FINDEFIX registrieren. Das geht einfach und kostenfrei auf www.findefix.com oder mit einem schriftlichen Anmeldebogen. Der Tierhalter erhält dann per Post eine Bestätigung mit allen wichtigen Unterlagen. Hundehalter bekommen zusätzlich eine Plakette für das Hundehalsband.

 

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Tierschutz-Check zur Bundestagswahl 2017

Mit Kampagnenplakaten macht der Deutsche Tierschutzbund Wählerinnen und Wähler darauf aufmerksam, dass sie mit ihrer Wahlentscheidung auch den Grundstein für den Tierschutz in den nächsten Jahren legen.

 

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Der Deutsche Tierschutzbund hat mit seinen Wahlprüfsteinen die tierschutzpolitischen Positionen der Parteien abgefragt und deren Rückmeldungen auf www.tierschutzbund.de/tierschutz-check veröffentlicht. Tierschutzinteressierte Wählerinnen und Wähler können die Wahlprüfsteine als Hilfestellung für ihre Entscheidung nutzen – denn mit ihrer Wahl legen sie auch den Grundstein für den Tierschutz in den nächsten Jahren.

 

„Diese Bundestagswahl ist auch eine Tierschutzwahl und eine Chance, für den Tierschutz politisch etwas zu bewegen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Parteien und Direktkandidaten, die Tierschutz rückwärts denken, dürfen mit dieser Einstellung nicht mehr vorwärtskommen.“

 

Mit Kampagnenplakaten macht der Deutsche Tierschutzbund Wählerinnen und Wähler darauf aufmerksam, dass sie mit ihrer Wahlentscheidung auch den Grundstein für den Tierschutz in den nächsten Jahren legen.   Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mit Kampagnenplakaten macht der Deutsche Tierschutzbund Wählerinnen und Wähler darauf aufmerksam, dass sie mit ihrer Wahlentscheidung auch den Grundstein für den Tierschutz in den nächsten Jahren legen.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Mit Blick auf die Bundestagswahl hat der Deutsche Tierschutzbund vor kurzem seine Kampagne „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl“ gestartet, deren Hauptbestandteil die Wahlprüfsteine sind. In ihren Rückmeldungen geben die Parteien Auskunft über ihre Positionen und zu ihren Plänen hinsichtlich des Tierschutzgesetzes und der Verbandsklage, zum Ersatz von Tierversuchen, zu Tieren in der Nahrungsmittelproduktion, zu Tieren in und aus der Natur, zu Heimtieren, zum praktischen Tierschutz der Tierheime und weiteren tierschutzpolitischen Themen. „Anhand der Rückmeldungen kann sich jeder, der sich für das Thema interessiert, ein genaues Bild von den Plänen der einzelnen Parteien machen und bei der Wahlentscheidung bedenken. Stimmen Sie am 24. September für die Tiere“, bittet Schröder.

 

Forderungen an die Politik

Der Deutsche Tierschutzbund ist parteipolitisch neutral, sieht sich aber als tierschutzpolitisch konsequent. Mit Blick auf das Staatsziel Tierschutz gehören ein bundesweites Verbandsklagerecht und die grundlegende Novellierung des Tierschutzgesetzes zu den zentralen Forderungen des Verbandes. Ebenso drängt der Deutsche Tierschutzbund auf eine Stärkung des karitativen Tierschutzes vor Ort, um die Finanzierung der Tierheime für die Zukunft sicherzustellen. Zum Ausstieg aus Tierversuchen muss die Politik eine konkrete Strategie erstellen und erarbeiten. Weiter fordert der Verband eine Nutztierstrategie, die unter anderem ein staatliches Tierschutzlabel einschließt und die Förderpolitik auf den Tierschutz ausrichtet. Nicht zuletzt gehört ein Ende der Wildtierhaltung in Zirkussen zu den Kernforderungen des Deutschen Tierschutzbundes.

 

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Tag der Tiere – Hannover – 26. August 2017

Der Landesverband war mit einem Informationsstand beim Tag des Tieres am 26.08.2017 in Hannover vertreten. Der Vorsitzende, Dieter Ruhnke, und der Schatzmeister, Holger Hagen stellten sich den Fragen der Interessierten. Bei warmen sonnigen Wetter war es nicht schwer mit den Besuchern im Zentrum Hannovers ins Gespräch zu kommen. Hierbei setzte der Landesverband auf die Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes „PASS AUF, WO DU DEIN KREUZ MACHST“.

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Es wurden viele interessante Gespräche geführt. Über 600 Postkarten zur Kampagne konnten verteilt und auch dem niedersächsischen Minister für Ernährung, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz, Christian Meyer, während des Besuches an unserem Informationsstand, mit auf dem Weg gegeben werden.

 

 

 

Bild Tag des Tieres H 26.08.17

Darüber hinaus reihte sich der Vorsitzende des Landesverbandes in die Reihe der Redner ein, um auf die Notwendigkeit des Tierschutzes und die damit einhergehenden Probleme hinzuweisen.

 

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15 Jahre Staatsziel Tierschutz – Immer noch ein zahnloser Tiger

Mit dem Kampagnenmotiv „Pass auf, wo du dein Kreuz machst“, macht der Deutsche Tierschutzbund Wählerinnen und Wähler darauf aufmerksam, dass sie mit ihrer Wahlentscheidung auch den Grundstein für den Tierschutz in den nächsten Jahren legen.

Am 1. August vor 15 Jahren ist das Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz in Kraft getreten. Was ein Meilenstein für den Tierschutz sein sollte, hat in der Praxis wenig bewirkt, kritisiert der Deutsche Tierschutzbund. Noch immer fehlen wirksame Folgeregelungen und Strategien, um zum Beispiel eine tiergerechte Landwirtschaft und die tierversuchsfreie Forschung zu verwirklichen oder den Erhalt der Tierheime zu sichern. Die Bundestagswahl im September muss zur Tierschutzwahl werden, damit die verantwortlichen Politiker das Staatsziel Tierschutz endlich umsetzen. Mit seiner Kampagne „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl!“ fordert der Deutsche Tierschutzbund ein klares Bekenntnis zum Tierschutz. Zudem erneuert der Verband die Forderung nach einem Tierschutz-Verbandsklagerecht, ohne das ein Staatsziel immer ein zahnloser Tiger bleibt.

 

Mit dem Kampagnenmotiv „Pass auf, wo du dein Kreuz machst“, macht der Deutsche Tierschutzbund Wählerinnen und Wähler darauf aufmerksam, dass sie mit ihrer Wahlentscheidung auch den Grundstein für den Tierschutz in den nächsten Jahren legen.

Mit dem Kampagnenmotiv „Pass auf, wo du dein Kreuz machst“, macht der Deutsche Tierschutzbund Wählerinnen und Wähler darauf aufmerksam, dass sie mit ihrer Wahlentscheidung auch den Grundstein für den Tierschutz in den nächsten Jahren legen.

„Die Kluft zwischen Verfassungsanspruch und der Tierschutzrealität ist auch heute noch, 15 Jahre nach Inkrafttreten des Staatsziels Tierschutz, eklatant“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Zurechtgestutzte Tiere in viel zu engen Ställen, ohne Einstreu und Beschäftigungsmöglichkeiten, um möglichst günstig möglichst viel zu produzieren – so sieht es in der Landwirtschaft meist auch heute noch aus. Weiterhin Alltag sind auch immer noch Tierversuche und deren uneingeschränkte Förderung – ohne ein klares Konzept zum zeitnahen Ausstieg und zur Umstellung auf eine moderne tierversuchsfreie Forschung, Lehre und Risikobewertung – oder das Halten von Wildtieren in Zirkussen und Privathaushalten. Nicht zuletzt sind die Tierheime immer noch überlastet, unter anderem weil Tiere über das Internet von verantwortungslosen Interessenten zu leicht angeschafft werden können.

Damit das Staatsziel Tierschutz endlich in der Realität umgesetzt wird, haben der Deutsche Tierschutzbund und seine Mitgliedsvereine die Kampagne „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl!“ gestartet und mit konkreten Forderungen an die Politik verknüpft. Es geht ihnen darum, den Umgang mit Tieren endlich in ethisch verträgliche, tierschutzgerechte Bahnen zu lenken. „Wer auch immer im Herbst die Regierungsmehrheit erhält, muss für ein staatszielkonformes Tierschutzgesetz sorgen und die bundeseinheitliche Verbandsklage einführen“, so Schröder. Zudem drängt der Verband auf eine Stärkung des karitativen Tierschutzes vor Ort, um die Finanzierung der Tierheime für die Zukunft sicherzustellen. Zum Ausstieg aus Tierversuchen soll die Politik eine konkrete Strategie erstellen und durchsetzen.

 

Außerdem fordern die Tierschützer eine nationale Nutztierstrategie für die Entwicklung hin zu einer gesellschaftlich akzeptierten tiergerechten Nutztierhaltung. Ebenso gehören scharfe Einschnitte bei der Wildtierhaltung zu den Kernforderungen des Deutschen Tierschutzbundes.

Aktion des Deutschen Tierschutzbundes 2002 mit der damaligen Bundesministerin Renate Künast zur Aufnahme des Staatsziels Tierschutz ins Grundgesetz

Aktion des Deutschen Tierschutzbundes 2002 mit der damaligen Bundesministerin Renate Künast zur Aufnahme des Staatsziels Tierschutz ins Grundgesetz

 

Alle Informationen zur Kampagne „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl!“ finden Sie unter www.tierschutzbund.de/bundestagswahl.

 

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THEMENTAG „MENSCH UND TIER“ – TIERVERSUCHE – 10.06.2017

Das Verhältnis des Menschen zur Tierwelt ist seit jeher ambivalent. Tiere dienten und dienen den Menschen als Lieferant von Nahrung, als Arbeitstiere und in vielfältigen, teils grausamen Formen zu dessen Unterhaltung oder Wohlergehen. Zahlreiche hervorragende und prämierte Dokumentarfilme haben dazu beigetragen, Menschen für den Tierschutz zu sensibilisieren und ihr Verhältnis zu Tieren zu überdenken.

Am Samstag, 10.06.2017 findet der vierte und letzte Thementag statt: Es geht um das Thema Tierversuche. Im Kino im Künstlerhaus wird ein sehenswerter Dokumentarfilm gezeigt. Die Filmvorführung ist eingebettet in ein informatives Rahmenprogramm mit Zuschauergesprächen und Vorträgen, das von den beteiligten Tierschutz-Initiativen organisatorisch und inhaltlich gestaltet wird. Auch der Landesverband Niedersachsen wird vertreten sein.Der Thementag beginnt um 15.30 Uhr mit Informationen, Präsentationen und Gesprächen im Kino-Foyer. Der Dokumentarfilm „Unter Menschen“ wird ab 16 Uhr gezeigt, gefolgt von einem Zuschauergespräch, bei dem sich Dr. med. vet. Gaby Neumann und Claus Kronaus vom bundesweiten Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. sowie Sandra Kück, Aktivistin der Deutschen Tierschutzpartei, den Fragen der Zuschauer stellen. Die Stände der beteiligten Tierrechtsorganisationen sind bis 20 Uhr geöffnet und bleiben auch während der Filmvorführung besetzt. Für das leibliche Wohl sorgt das vegane Restaurant Hiller.

Weitere Infos unter: http://tierheim-hannover.de/thementag-mensch-und-tier

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AKTIONSTAG „KOLLEGE HUND“

Wenn der Hund mit ins Büro darf, können neben Hund und Halter auch das Unternehmen und seine Mitarbeiter davon profitieren. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund im Rahmen seines Aktionstags „Kollege Hund“ hin. Studien bestätigen, dass Hunde für ein besseres Arbeitsklima sorgen, Stress abbauen und die Leistungsbereitschaft erhöhen. Im Rahmen des Aktionstags am 29. Juni können Unternehmen die Idee „Hund am Arbeitsplatz“ austesten.

 

Motiv Kollege Hund 2017
„Wenn Mitarbeiter am Aktionstag ihre Hunde mit ins Büro bringen dürfen, wird oft deutlich, welche positiven Einflüsse Hunde auf das gesamte Team haben können“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Voraussetzung ist natürlich immer, dass Chefs und Kollegen einverstanden sind und auch der Hund sich wohl fühlt – dann ist der tierische Schnuppertag für beide Seiten erfolgreich.“


Hunde am Arbeitsplatz heben die allgemeine Stimmung im Team und fördern die Kommunikation unter den Kollegen. Erfahrungen zeigen, dass auch das gemeinsame Gassi gehen den Zusammenhalt stärkt. Zudem baut die Anwesenheit eines Hundes bei Menschen nachweislich Stress ab und kann bei Stresssituationen sogar eine starke Blutdruckerhöhung verhindern. Die Sorge, ein Hund würde im Job zu sehr ablenken, ist meist unbegründet. Stattdessen gibt es sogar Studien, die zeigen, dass die Mitarbeiter motivierter zur Arbeit kommen und leistungsfähiger sind, wenn ein Hund im Büro ist.


Tierfreundliche Unternehmen gesucht
Der Deutsche Tierschutzbund und die örtlichen Tierschutzvereine, unterstützt von der Futtermarke Pedigree, suchen tierfreundliche Unternehmen, die am diesjährigen Schnuppertag teilnehmen möchten. Eine Anmeldung für den 29. Juni ist über die Website www.kollege-hund.de möglich. Alle Teilnehmer erhalten ein Aktionspaket mit Tipps für den Aktionstag sowie ein kleines Geschenk für den Kollegen Hund. Mit einer Urkunde zeichnet der Deutsche Tierschutzbund die teilnehmenden Firmen im Anschluss als tierfreundliche Unternehmen aus.

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Staatliches Tierwohllabel

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat gestern erste Kriterien zu dem von ihm geplanten staatlichen Tierwohllabel präsentiert. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Nachdem der Bundesminister Christian Schmidt die ersten Kriterien des von ihm geplanten Tierwohllabels präsentiert hat, bleiben mehr Fragen als Antworten.

Mit seinem öffentlichen Vorpreschen ist der Bundesminister die Gefahr eingegangen, übereilte Entscheidungen zu treffen, die mit uns und auch mit anderen Stakeholdern in keiner Weise mehr abgeglichen wurden. Solch ein Vorpreschen mit einem unfertigen Label belastet das Vertrauen in den Prozess und in ein Label im Grundsatz. So schafft man keinen nachhaltigen Tierschutz im Stall und keine Planungssicherheit für umstellungsbereite Landwirte.

Der Bundesminister hat für sich entschieden, wie er es macht, dafür muss er auch allein die Verantwortung tragen. Der Deutsche Tierschutzbund sieht aktuell keine Grundlage, das von Christian Schmidt geplante staatliche Tierwohllabel weiter zu unterstützen.

Auch wenn es in den letzten Monaten mehrere Gesprächsrunden zur Labelausgestaltung gab, kam die Festlegung nun überraschend. Wir kennen nun einige Kriterien. Kriterien alleine aber machen noch kein transparentes und vertrauenswürdiges Label. Zumal hier einige Kriterien dicht am Gesetz sind, z.B. Tiertransportzeiten, oder kurz nach dem geplanten Start des Labels gesetzlicher Standard sein werden, z.B. das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration. Ein transparentes Label braucht aber neben Kriterien auch eine intensive Kontrolldichte, die Fragen der Zertifizierung, zur Beratung der Landwirte sowie der nötigen Fördergelder gehören ebenso dazu, wie auch die Trägerschaft des Labels. Hierzu hat der Bundesminister bisher keine uns bekannten Festlegungen getroffen. Zu diesen Themen fanden zeitgleich zu den Presseverlautbarungen des Ministers noch Gesprächsrunden statt.

Voraussichtlich plant der Bundesminister einen Gesetzesentwurf, der im Kern bedeutet, dass der Deutsche Bundestag ihn ermächtigt, eine Verordnung zu gestalten. Angesichts der zu Ende gehenden Legislaturperiode und der vielen ungeklärten Fragen zu Labelausgestaltung wird dieser Antrag wohl ohne Folgen bleiben.

Die „unfertigen“ Festlegungen des Bundesministers jetzt auf ein Label und die Aussage, ab 2018 bereits Landwirte zertifizieren zu wollen, sind daher aus unserer Sicht unseriös und dienen scheinbar den Wahlkampfzwecken.

Im Grundsatz bleiben wir bei unserer Forderung nach einem staatlichen Tierschutzlabel. Wie bisher werden wir auch in Zukunft unsere wissenschaftliche Expertise anbieten, die auf den Erfahrungen unseres zweistufigen Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ und der damit verbundenen fundierten Prozess- und breiten Markterfahrung basiert. Nun bleibt nur zu hoffen, dass sich nach der Bundestagswahl ein Bundesminister findet, der sich als Gesetzgeber entschlossen und konsequent – auch durch ein staatliches Tierschutzlabel – für die Tiere in der Landwirtschaft einsetzt.“

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WIr trauern um Wolfgang Apel

Der Landesverband Niedersachsen e.V. trauert um den Ehrenpräsidenten des Deutschen Tierschutzbundes e.V., Herrn Wolfgang Apel, der am 4. Februar 2017 nach schwerer Krankheit verstorben ist.
Wolfgang Apel war während seiner Amtszeit als Präsident unseres Dachverbandes bis 2011 ein zuverlässiger Ansprechpartner für den Landesverband Niedersachsen und für alle uns angeschlossenen Vereine, die seine beratende Hilfe benötigten.
Sein unermüdliches Engagement für das Wohl unserer Mitgeschöpfe wird uns immer als Vorbild dienen.
Wir sind sehr traurig, ihn verloren zu haben.

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