Zum Neuen Jahr

Herzlich willkommen, liebe interessierte Tierfreunde!

Ich freue mich sehr, dass Sie den Deutschen Tierschutzbund Landesverband Niedersachsen e.V. auf diesem Wege besuchen.In Zeiten, in denen der Terror ins Herz unserer Gesellschaft zielt, und durch unterschiedliche Gruppierungen Ängste geschürt oder auch verharmlost werden und sachliche Auseinandersetzungen eine untergeordnete Rolle spielen, sowie politische und gesellschaftliche Entwicklungen einem ständigen Wechsel unterzogen werden, ist es für den organisierten Tierschutz und für Bürgerinnen und Bürger, die die Verbände und Vereine auf vielfältige und unterschiedliche Weise unterstützen, nicht einfacher geworden, dem Staatsziel Tierschutz weiter Geltung zu verschaffen.

Wir dürfen nicht zulassen, dass politische gesellschaftliche Entwicklungen dazu führen, dass der Tierschutz und insbesondere der ehrenamtliche Tierschutz an den Rand gedrückt und diese für die Gesellschaft wichtige Arbeit in der Wertigkeit nachrangig eingeschätzt wird.Der Tierschutz steht innerhalb der nächsten Jahre vor einigen Wendepunkten: So wird es weiterhin Veränderungen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung geben. Inzwischen hält nämlich auch die Wissenschaft die derzeitige Massentierhaltung für nicht zielführend, weil die dadurch entstandenen und noch entstehenden Schäden für Tier, Umwelt (Boden, Gewässer, Grundwasser, etc.) und Mensch nicht mehr zu verantworten sind.

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 Hier spielen die Tierschutzvereine eine entscheidende Rolle, in der diese mit ihrem Sachverstand im Umgang mit Tieren für die notwendige Aufklärung der Mitbürgerinnen und Mitbürger sorgen können.

Der Landesverband wird sich weiterhin in den entsprechenden Gremien und Veranstaltungen der Landesregierung, des Landtages und der Ministerien einbringen.

Es geht aber nicht nur allein um die in der Landwirtschaft gehaltenen Tiere. Für die Tierschutzvereine stehen zunächst die Haustiere (Hund, Katze, Kleintiere & Co.) im Vordergrund. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Tierheimen – ob nun haupt- oder ehrenamtlich tätig – werden sich  auch  in diesem Jahr unermüdlich zum Wohle der ihnen anvertrauten Schützlinge einsetzen.

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Leider ist dieser unermüdliche Einsatz für die Tiere für viele Vereine mittlerweile mit dem ständigen Kampf um die Existenz des eigenen Vereins verknüpft.

Seitens des Deutschen Tierschutzbundes e.V. wurden daher im Rahmen eines so genannten Runden Tisches die entsprechenden Akteure der Kommunen, des Landes und des Bundes im letzten Jahr an einen Tisch geholt. Diese Gespräche werden in diesem Jahr fortgesetzt und haben das Ziel, ein gemeinsames Eckpunktepapier zu verabschieden, in dem die Finanzierung von Tierschutzvereinen auf eine gemeinsame Basis gestellt wird.
Hierbei geht es auch um den Erhalt der Tierschutzvereine in Niedersachsen und den Beitrag, den die Kommune, Landkreise, Städte und das Land beisteuern müssen.

Als Landesverband Niedersachsen stehen wir als Interessenverband der uns angeschlossenen 70 Tierschutzvereine und als Sprachrohr der interessierten Öffentlichkeit mit den zuständigen Ministerien im Gespräch, um hier vorzeitig für Niedersachsen eine verlässliche Unterstützung für die Tierschutzvereine und ihre unverzichtbare Tierschutzarbeit  zu erreichen.
Einen ersten Erfolg konnten wir bereits verbuchen. Das Ministerium hat für die Kastration von Hauskatzen, die in Privathand vermittelt werden, einen Betrag von 100.000,- € für das Jahr 2017 zur Verfügung gestellt.

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Nun wünschen wir für dieses Jahr, dass weitere Mittel auch für die Kastration von frei lebenden Hauskatzen bereitgestellt werden. Die Gespräche werden dazu in den nächsten Wochen geführt werden.

Ein weiteres Ziel wird sein, dass die Kommunen und Landkreise – einheitlich und flächendeckend in ganz Niedersachsen – die tatsächlichen Kosten für die amtliche Verwahrung von Tieren durch die Tierschutzvereine ausgleichen, und dass Haushaltsmittel dauerhaft für die unterschiedlichsten Tierschutzaufgaben unserer Tierschutzvereine in den Haushalt eingestellt werden.
Durch Beratungsbesuche und auf Wunsch auch durch unsere Anwesenheit bei Gesprächen mit Vertretern der Kommunen unterstützen wir unsere uns angeschlossenen Tierschutzvereine dabei, diese 100 % -ige Kosten deckende Regelung zur Erstattung der Aufnahme, Unterbringung, Versorgung und Vermittlung von Fundtieren zu erzielen.
Dabei geht es auch darum, die geleistete Tierschutzarbeit, die ein wichtiges Standbein unserer Gesellschaft darstellt, aber als solches nicht unbedingt wahrgenommen wird,  in den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu stellen.
Hierbei ist auch auf die psychische Belastung hinzuweisen, denen unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter immer wieder ausgesetzt werden.

Tierschutz bedeutet, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tierschutzvereinen mit einer Vielzahl von Tierschicksalen auseinandersetzen müssen, und diese Schicksale häufig auch mit menschlichen Abgründen verbunden sind.

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Vielleicht möchten Sie dazu beitragen, dass den Tierschutzvereinen mit ihren Tierheimen und Pflegestellen neben der ideellen Betreuung durch den Landesverband aktive Hilfe zuteil wird. Mit Ihrer Unterstützung stärken Sie die unermüdliche Tierschutzarbeit vor Ort!
Erkundigen Sie sich über die Öffnungszeiten Ihres örtlichen Tierschutzvereins. Ihr Besuch wird willkommen sein!

Ich wünsche Ihnen ein gesundes, glückliches und gesegnetes neues Jahr.

Dieter Ruhnke

Vorsitzender

 

 

 

Veröffentlicht in Aktuelles, Landesverband