CDU unterstellt Tierschützern Abartigkeit in ihrem Handeln

Im Rahmen einer Veranstaltung der CDU-Ortsverbände wirft Dirk Toepfer (Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag Niedersachsen) der Masse der Bürgerinnen und Bürgern in Niedersachsen vor, dass sie eine falsche Beziehung zu ihrem Tier hätten, wodurch der Tierschutz abartig bzw. widerwärtig geworden sei.

Bezug: Unter dem Link: https://www.nwzonline.de/vechta-kreis/neuenkirchen-voerden-spargelessen-viele-buerger-haben-falsche-beziehung-zum-tier_a_50,1,3166437921.html

Der Landestierschutzverband erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz und auch in der Landesverfassung verankert ist. „Den Tierschutz als Pervers einzustufen zeigt, dass für Herrn Töpfer verfassungsgemäße Ziele scheinbar nicht von Bedeutung sind“, so der Vorsitzende Dieter Ruhnke.

Die Tierschutzvereine des Deutschen Tierschutzbundes sind alle als Gemeinnützig anerkannt, weil sie dem Gemeinwohl dienen. „Dies als Pervers zu bezeichnen, spottet jeder Beschreibung und zeigt die Respektlosigkeit von Herr Töpfer gegenüber Tierschützern und Tierhaltern“, bemerkt Ruhnke.

Tierschützer hinterfragen die Tierhaltung in privaten Haushalten und natürlich insbesondere in der konventionellen Tierhaltung der Landwirtschaft zunehmend kritisch. Letzteres ist natürlich der CDU in Niedersachsen ein Dorn im Auge.

Anstatt die unhaltbaren und zum Teil rechtwidrigen Zustände in der privaten sowie landwirtschaftlichen Tierhaltung zu verurteilen und Abhilfe zu schaffen, lamentiert Töpfer lieber über die Abartigkeit des Tierschutzes und das krankhaft abweichende Verhalten von Tierhaltern in Niedersachsen.